Die Schritte, der Reihe nach
1. Die Fotos
Jedes Foto mit Datum, verortet, nach Baustelle abgelegt: der erste Gewinn, ohne Aufwand.
2. Die Scheine
Entsorgungs- und Wiegescheine fotografiert, von der KI gelesen: Schluss mit dem Abtippen.
3. Die Stunden
Auf dem Handy erfasst, auf der richtigen Baustelle, statt auf den Zetteln vom Freitag.
4. Der Austausch
Ein Chat pro Baustelle, anstelle der WhatsApp-Gruppen.
5. Offerten und Rechnungen
Wenn die Baustelle mitzieht, verrechnet das Büro, was erfasst wurde, mit der QR-Rechnung.
Die Fallen
Alles auf einmal ändern; das Werkzeug fürs Büro wählen, ohne die Baustelle zu fragen; den Datenexport vergessen; die Informationen verstreut lassen zwischen E-Mails, WhatsApp und Ordnern. Ein Schritt nach dem anderen, mit einem Pilotteam, gelingt besser als ein grosser Start.
Und die Frage der Daten: Wo werden sie gehostet, wer bearbeitet sie, wie bekommt man sie zurück? Ein Schweizer KMU muss das mit Blick auf das revDSG beantworten können.
Ein Beispiel: ein Tiefbauunternehmen mit zwölf Personen
Erster Monat, die Fotos und die Entsorgungsscheine: Die Chauffeure fotografieren ihre Scheine, das Büro tippt sie nicht mehr ab. Zweiter Monat, die Stunden auf dem Handy. Dritter Monat, der Baustellen-Chat ersetzt die WhatsApp-Gruppen. Erst danach kommen Offerten und Rechnungen ins selbe Werkzeug.
Häufige Fragen
Wo beginnt man mit der Digitalisierung eines Bauunternehmens?
Mit dem, was die Baustelle schon tut: fotografieren. Danach die Scheine, die Stunden und der Austausch; Offerten und Rechnungen zuletzt, wenn die Baustelle mitzieht.
Wie lange dauert es?
Einige Wochen pro Schritt mit einem Pilotteam. Besser Schritt für Schritt vorgehen, als alles auf einmal durchzusetzen.
Muss man die Teams schulen?
So wenig wie möglich: Das Werkzeug muss sich auf der Baustelle beim Fotografieren erschliessen. Das ist das erste Auswahlkriterium.