Worum es geht
Invasive Neophyten sind eingeführte Pflanzen, die sich auf Kosten der einheimischen Flora, von Bauwerken oder der Gesundheit ausbreiten. In der Schweiz führt Info Flora die Schwarze Liste und die Watch-Liste; einige Arten sind zudem durch die Freisetzungsverordnung (FrSV) verboten.
Die häufigsten auf Baustellen
Japanischer Staudenknöterich
Er treibt aus kleinen Rhizomstücken wieder aus: Belasteter Boden verschleppt ihn.
Kanadische Goldrute
Sie überwuchert Brachflächen und Böschungen.
Ambrosia (Aufrechtes Traubenkraut)
Ihr Pollen ist stark allergen; für sie gelten Bekämpfungspflichten.
Riesenbärenklau
Sein Saft verursacht bei Sonnenlicht schwere Verbrennungen.
Sommerflieder
Der Schmetterlingsflieder besiedelt Aufschüttungen und Gleisränder.
Das richtige Vorgehen auf der Baustelle
Bestände vor den Erdarbeiten erkennen und melden; belasteten Boden nicht ohne Vorsichtsmassnahmen an einen anderen Ort verschieben; Maschinen reinigen, bevor sie den Bereich verlassen; Pflanzenabfälle nach den kantonalen Vorgaben entsorgen. Im Zweifel gibt die kantonale Umweltfachstelle Auskunft.
Mit Geovio
Auf dem Foto einer Pflanze, aufgenommen mit der App, nennt Geovio die Art und ob sie auf der Schwarzen Liste oder der Watch-Liste von Info Flora steht. Das Foto ist datiert und auf der Baustellenkarte verortet: Der Bestand ist vor den Arbeiten dokumentiert.
Häufige Fragen
Was ist ein invasiver Neophyt?
Eine in die Schweiz eingeführte Pflanze, die sich auf Kosten der einheimischen Flora, von Bauwerken oder der Gesundheit ausbreitet, wie der Japanische Staudenknöterich oder die Kanadische Goldrute.
Was tun mit Boden, der mit Japanischem Staudenknöterich belastet ist?
Nicht ohne Vorsichtsmassnahmen an einen anderen Ort verschieben: Erkundigen Sie sich bei der kantonalen Umweltfachstelle, wie er zu behandeln oder zu entsorgen ist.
Wo findet man die offiziellen Listen?
Info Flora publiziert die Schwarze Liste und die Watch-Liste (infoflora.ch); das Bundesamt für Umwelt (BAFU) informiert über den rechtlichen Rahmen.