Ratgeber · Software wählen

Baustellensoftware wählen: So finden Sie die richtige in der Schweiz

Wer eine Baustellensoftware wählt, sollte nicht auf die Zahl der Funktionen schauen: Die beste ist die, welche die Baustelle wirklich nutzt, welche die Schweizer Regeln kennt und welche Sie nicht einsperrt. Hier sind die zehn Kriterien, die Sie vor der Wahl prüfen sollten.

Eine Suche in den Baustellenfotos hebt jene hervor, die einen Bagger zeigen, mit ihrem Standort auf der Karte.

Die zehn Kriterien

1. Die Baustelle nimmt sie an

Ein Werkzeug, das der Polier nicht öffnet, nützt nichts. Man muss fotografieren und das Handy wieder einstecken können, ohne Formular.

2. Sie funktioniert ohne Netz

Gräben, Untergeschosse, Täler: Die App muss Fotos und Scheine aufbewahren und später senden.

3. Sie kennt die Schweizer Regeln

NPK-Katalog, SIMAP-Ausschreibungen, Koordinaten LV95, QR-Rechnung, Abfälle nach VVEA und VeVA.

4. Sie spricht Ihre Sprachen

Deutsch, Französisch, Italienisch: Teams und Baustellen sind oft gemischt.

5. Sie wissen, wo die Daten liegen

Hosting, revDSG und der Weg der KI-Analyse: Die Antwort muss schwarz auf weiss stehen.

6. Baustelle und Büro sprechen miteinander

Was auf der Baustelle erfasst wird, muss ohne Abtippen ins Büro gelangen: Stunden, Regierapporte, Scheine.

7. Externe kommen ohne Hürden dazu

Bauleitung, Bauherr, Transporteure: ein einfacher Zugang, ohne alles neu einzurichten.

8. Der Preis ist klar

Pro Person oder pro Arbeitsplatz, mit oder ohne Grundgebühr, mit oder ohne Vertragsbindung: über ein Jahr vergleichen.

9. Sie können gehen

Export Ihrer Daten in offenen Formaten (Excel, CSV, PDF): Ihre Baustellen gehören Ihnen.

10. Sie sagt, was sie nicht kann

Terminplanung, Finanzbuchhaltung, 3D-Ausmass: besser vorher wissen als nachher.

Die Fragen für eine Vorführung

Lassen Sie sich den Handgriff auf der Baustelle zeigen, nicht nur den Bildschirm im Büro: ein Foto ohne Netz, ein fotografierter Entsorgungsschein, Stunden, die ein Arbeiter erfasst. Fragen Sie, wo die Daten gehostet werden und wer sie sonst noch bearbeitet. Fragen Sie, wie man alles exportiert, an dem Tag, an dem man geht.

Testen Sie zwei Wochen lang auf einer echten Baustelle, mit denen, die das Werkzeug nutzen werden: Dort zeigt sich der Unterschied.

Wie Geovio diese Kriterien erfüllt

Baustelle und ohne Netz

Man fotografiert, steckt das Handy ein; alles wird gesendet, sobald wieder Netz da ist.

Schweizer Regeln

NPK, SIMAP, LV95, QR-Rechnung, VVEA und VeVA.

Daten

In der Schweiz gespeichert; die KI-Analyse läuft über Google Gemini, wie es die Datenschutzerklärung angibt.

Von der Baustelle ins Büro

Stunden, Regierapporte und Scheine kommen im Büro an, bereit zur Verrechnung.

Preis

Pro Person, ohne Grundgebühr und ohne Vertragsbindung.

Was sie nicht kann

Sie erstellt Offerten und Rechnungen, aber weder Terminplanung noch Finanzbuchhaltung: Diese bleibt bei Ihrem Treuhänder, an den sich alles exportieren lässt.

Häufige Fragen

Welches ist die beste Baustellensoftware in der Schweiz?

Es gibt nicht die eine für alle: Die richtige ist die, welche Ihre Baustelle nutzt, welche die Schweizer Regeln kennt (NPK, SIMAP, LV95, QR-Rechnung), Ihre Daten nachvollziehbar hostet und Sie exportieren lässt. Vergleichen Sie nach diesen Kriterien und testen Sie dann auf einer echten Baustelle.

Was kostet eine Baustellensoftware?

Die Modelle unterscheiden sich: pro Person, pro Arbeitsplatz, mit oder ohne Grundgebühr. Vergleichen Sie die Kosten über ein Jahr, für Ihre Anzahl Benutzer auf der Baustelle und im Büro.

Braucht es eine Schweizer Software?

Pflicht ist es nicht, aber eine für die Schweiz entwickelte Software kennt den NPK-Katalog, SIMAP, die Koordinaten LV95 und die QR-Rechnung und gibt mit Blick auf das revDSG an, wo die Daten gehostet werden.